Tierwelt-Preis 2013

Oct 07 16:19 2013 Tierwelt

24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche ist der Tierrettungsdienst unterwegs, um verunglückten und heimatlosen Tieren zu helfen. Für dieses grosse Engagement ist ihm der «Tierwelt»-Preis verliehen worden.

Fast 4000 Mal pro Jahr rücken die Mitarbeiterinnen und Helfer des Tierrettungsdienstes in Winkel ZH aus, um ausgesetzte Meerschweinchen, verletzte Vögel oder verirrte Katzen zu retten. Für dieses Engagement erhält die Stiftung den mit 20'000 Franken dotierten «Tierwelt»-Preis 2013 des Verbandes «Kleintiere Schweiz». Den «Tierwelt»-Förderpreis und damit 5000 Franken bekommt der Verein «Tierhärz Thun», bei dem bedürftige Tierhalter zu einem symbolischen Preis Futter für ihre Lieblinge beziehen können.

Der «Tierwelt»-Preis wird jedes Jahr im Hinblick auf den Welttiertag vom 4. Oktober vergeben. «Kleintiere Schweiz» möchte damit Menschen auszeichnen, die sich auf besondere Weise für Tiere irgendwelcher Art einsetzen. Dieses Jahr geht der Hauptpreis an die in Winkel ZH ansässige Stiftung TierRettungsDienst, die seit 20 Jahren ausrückt, wenn Tiere im Kanton Zürich oder in angrenzenden Gebieten in Not geraten sind.

Bei der Stiftung, zu der auch das Tierheim Pfötli gehört, arbeiten neben 32 Angestellten auch rund 45 freiwillige Helferinnen und Helfer. Über eine 24-Stunden-Notfallnummer nimmt die Einsatzzentrale Meldungen und Notrufe entgegen und koordiniert die Einsätze. Die Tierretter stehen im Einsatz, um verunfallte oder verletzte Tiere zu bergen, mit Erster Hilfe zu versorgen und zum nächsten Tierarzt oder ins Tierspital zu transportieren.

Die Rettungsfahrerinnen und Rettungsfahrer leisten ein fast unglaubliches Pensum. Im Jahr 2012 rückten sie beinahe 4000 Mal aus – und legten bei ihren Einsätzen über 172'000 Kilometer zurück, fuhren also mehr als vier Mal um die Welt. Häufige Einsatzgründe sind Unfälle, Verletzungen und Aussetzungen von Tieren. Und es sind sowohl Haus- als auch Nutz- und Wildtiere, die auf Hilfe angewiesen sind.

Dabei gibt es kaum etwas, das die Tierretterinnen und –retter noch nicht erlebt haben. Eine durch einen Fadenmäher verletzte Ringelnatter, ein im Wald ausgesetzter Güggel, ein Babyigel, der seine Mutter verlor, ein Mäusebussard, der in den Kühlergrill eines Autos flog oder ein schwer verletztes Schaf, das ins Tierspital gebracht werden soll: All dies sind Fälle, in denen der Tierrettungsdienst unverzüglich ausrückt.

Den zweiten Preis, den «Tierwelt»-Förderpreis, bekommt der Verein «Tierhärz Thun». Dieser kleine Verein möchte Menschen, die am Existenzminimum leben, die Möglichkeit bieten, trotzdem noch Haustiere zu halten. Er stellt ihnen deshalb zu einem geringen, symbolischen Preis Tierfutter und –zubehör zur Verfügung. Der Verein wurde vor eineinhalb Jahren gegründet – und gemäss den Betreiberinnen steigt die Nachfrage nach der Dienstleistung stetig.


Der «Tierwelt»-Preis wird jedes Jahr vergeben. Ausgezeichnet werden jeweils Projekte und Personen, die sich in besonderem Masse verdient gemacht haben um Tiere irgendwelcher Art. Jedermann ist berechtigt, einen oder mehrere Vorschläge einzureichen. Die öffentliche Bekanntgabe erfolgt jeweils zum Welttierschutztag am 4. Oktober. Die diesjährige Preisverleihung findet am 7. Dezember in Zofingen AG statt.

«Kleintiere Schweiz»ist der Verband der Schweizer Kleintierhalter und -züchter. Ihm angeschlossen sind die vier Fachverbände «Rassekaninchen Schweiz», «Rassegeflügel Schweiz», «Rassetauben Schweiz» und «Ziervögel Schweiz». Ziel des Verbandes ist es, die Haltung von Kleintieren zu fördern und die Öffentlichkeit für einen nachhaltigen Umgang mit Tier und Natur zu sensibilisieren. «Kleintiere Schweiz» ist auch der Herausgeber der «Tierwelt», der Schweizer Zeitschrift für Tier und Natur.