Repräsentative Umfrage

Sep 17 11:20 2012 JagdSchweiz

Erstmals wurden die Einstellungen der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersucht. Für die grosse Mehrheit wird die Jagd nachhaltig und tierschutzgerecht durchgeführt. Jagdnützt der Artenvielfalt und der Prävention von Schäden in Wald und Feld. Die Regulation von Grossraubtieren wird klar befürwortet. JagdSchweiz ist erfreut über das Resultat, erachtet es aber auch als Auftrag für die Zukunft.

Ende August führte Demoscope AG im Auftrag von JagdSchweiz eine repräsentative Befragung von 1005 zufällig ausgewählten Personen in der Deutschschweiz und der Romandie durch. Dabei wurden pointierte Meinungen zur Jagd in der Schweiz untersucht. Die Befragten konnten die Aussagen mit „stimme überhaupt nicht zu“, „stimme nicht zu“, stimme zu“ und „stimme voll und ganz zu“ bewerten.

Jagd schützt engagiert…
Die Resultate sind sehr deutlich: 72 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich Jäger für die Artenvielfalt in der Natur einsetzen. 74 Prozent bestätigen das Engagement der Jägerschaft für die Umwelt und die Lebensräume von Tieren. Damit anerkennt die Bevölkerung die vielfältigen Tätigkeiten von Jagdorganisationen für die Biodiversität (260‘000 Stunden im Wert von rund 6.5 Mio. CHF im 2011, konkrete Beispiele siehe auch beim Hegepreis).

..und nützt nachhaltig
Jagd ist wesentlich Regulation der Wildtierbestände in unserer Kulturlandschaft. 82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass es die Jagd zur Regulation braucht. Zwei Drittel unterstützen die Meinung, grössere Bestände von Raubtieren wie Bär, Wolf und Luchs müssten ebenfalls reguliert werden. Sowohl die Vermeidung von Schäden als auch die Verhinderung von Tierseuchen werden als Gründe für die Regulation anerkannt. Zwei Drittel anerkennen Wildbret als wertvolles „Bio-Fleisch“. Ebenfalls 82 Prozent unterstützen die Aussage, dass in der Schweiz nur erlegt wird, was natürlich nachwächst. Die grosse Mehrheit attestiert der Jagd also Nachhaltigkeit.

Jagd ist tierschutzgerecht
Fast acht von zehn Befragten (79%) sind der Meinung, die Jagd finde in der Schweiz tierschutzgerecht statt. Neun von zehn Personen attestieren den 30‘000 Jägerinnen und Jägern Liebe zur Natur und verantwortungsvollen Umgang mit der Jagdwaffe. Dass Jäger nur aus Lust am Töten und der Trophäe wegen ihrer Aufgabe nachgehen, lehnen hingegen 77 Prozent der Befragten ab. Die Resultate decken sich im Wesentlichen mit einer Befragung des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) von 2011.

JagdSchweiz: Resultat ist Verpflichtung
Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz, ist erfreut über das Resultat: „Die Befragung zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung den Nutzen und die Leistungen der Jagd anerkennt.“ Das klare Resultat sei für die Jagdorganisationen auch ein Auftrag: „Wir werden uns weiterhin für eine nachhaltige und tierschutzgerechte Jagd einsetzen und das Engagement der Jägerinnen und Jäger zugunsten der Natur fördern und bekannt machen.“


JagdSchweiz ist der Dachverband der Schweizer Jagdorganisationen und vertritt die Interessen von rund 30'000 Jägerinnen und Jägern aus allen Landesteilen. JagdSchweiz fördert die nachhaltige Jagd in der Schweiz – zum Wohle der Biodiversität. Jägerinnen und Jäger sind engagierte Naturschützer. Innerhalb enger gesetzlicher Vorgaben überwachen und regulieren sie Bestände und gewinnen Wildbret und weitere Naturprodukte. Sie fördern so das Zusammenleben von Mensch und Wild in unserer Kulturlandschaft.