Rehkitze vor dem Mähtod retten

May 05 15:26 2014  BKPJV-KaHeKo und AJF GR

Auch in diesem Frühjahr setzen sich viele Jägerinnen und Jäger zusammen mit den Wildhütern dafür ein, Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Die Hegekommission des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes (BKPJV) und das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden werden bei dieser Arbeit auch vom Bündner Bauernverband unterstützt.

Je nach Höhenstufe der Alpen setzen die Rehgeissen ihre Kitze in der Zeit ab anfangs Mai bis gegen Ende Juni. Dabei bevorzugen sie die sogenannten Fettwiesen, weil diese ihrem Nachwuchs gute Deckung und Tarnung vor natürlichen Feinden bieten. Bekanntlich werden in diesem Zeitraum die erwähnten Flächen zwecks Gewinnung von Silage oder Heu gemäht. Daraus ergibt sich auf diesen Flächen ein Nutzungskonflikt zwischen Tier und Mensch, wobei die potenziellen Verlierer die Rehkitze während ihrer ersten Lebensphase sind.

Rettende Massnahmen
Um diesen Konflikt zu entschärfen und den Verlust an Rehkitzen möglichst tief zu halten, hat die Kantonale Hegekommission in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jagd und Fischerei und den Wildhütern ein Massnahmen- und Einsatzkonzept für die örtlichen Hegeorganisationen sowie für die Landwirte ein Informations-Flugblatt (info!) erarbeitet. Das info! wird einerseits an die Hegeorganisationen vor Ort und andererseits allen Landwirten als Beilage zur Zeitschrift “Bündner Bauer“ zugestellt. Zudem hat die Kantonale Hegekommission eine Powerpoint-Präsentation zu dieser Thematik gestaltet und an alle Hegesektionen abgegeben. Diese wird in vielen Frühlingsversammlungen des BKPJV gezeigt, um die Mitglieder für die Problematik zu sensibilisieren und zur aktiven Mitarbeit anzuregen.

Gemeinsam zum Ziel
Die Idee dieser Aktion wird von der Kantonalen Hegeorganisation, dem Amt für Jagd und Fischerei sowie vom Bündner Bauernverband getragen. Die örtlichen Hegesektionen wurden von der Kantonalen Hegekommission angewiesen, sich personell und materiell für diese Einsätze zum Schutz der Rehkitze zu organisieren und für die Landwirte vor Ort in geeigneter Form mindestens eine Kontaktadresse zu publizieren. Um das gesteckte Ziel zu erreichen, sind auch die Landwirte aufgerufen, bei dieser Aktion mitzuwirken und ihren Teil der Verantwortung durch wirksame Massnahmen aktiv wahrzunehmen.


Auskunftspersonen:

Hansruedi Andreoli
Kantonaler Hegepräsident, Tel. 081 651 37 23, hansruedi.andreoli@bluewin.ch

Hannes Jenny
Wildbiologe Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 93, hannes.jenny@ajf.gr.ch