Tierischer Gast im Papiliorama

Dec 09 13:46 2015  

Was die Tierpfleger des Papiliorama vermuteten, ist nun bewiesene Sache: Der Biber hat sich im Aussenbereich des Papiliorama Kerzers niedergelassen, wie ein nächtliches Beweisfoto zeigt.

Bereits einige Tage zuvor hatten die Tierpfleger erstmals Fressspuren des Tieres an Weiden festgestellt. Man habe gewusst, dass es in der Nähe Biber gebe, aber erst jetzt sei einer von sich aus im Aussenbereich des Papiliorama eingezogen, wie Caspar Bijleveld, Direktor des Papiliorama, sagt.

Renaturierter Lebensraum
Der Besuch des Bibers ist laut Direktor Bijleveld eine Folge der Umgestaltung der Aussenumgebung. Bereits seit 2004 versucht das Papiliorama, das umliegende Wäldchen und die Weiden so umzugestalten, dass sie möglichst naturbelassen und vielfältig sind. So bieten sie Lebensräume für verschiedene Tiere und Pflanzen.

Gerade diesen Sommer wurde ein kleiner Bach renaturiert und so eine natürliche Auenlandschaft geschaffen. Dort findet der Biber Wasser, Ruhe, Uferpflanzen und Bäume – und fühlt sich offenbar derzeit heimisch. Seit den Massnahmen im Aussenbereich haben sich auch viele seltene Vogelarten wie die Dorngrasmücke, die Nachtigall oder der Goldhammer rund ums Papiliorama eingenistet.
 



Zum Biber
Der Biber wurde in der Schweiz Anfang des 19. Jahrhunderts ausgerottet und erst seit 1956 wieder angesiedelt.Heute leben wieder rund 1600 Biber in der Schweiz. Das Säugetier lebt im und am Gewässer, meist in sogenannten Auenlandschaften. Indem er Bäche staut, stehende Gewässer schafft, Höhlen in die Uferböschungen gräbt und Bäume fällt, erhöht er die Biodiversität in natürlichen Lebensräumen in und an Gewässern.

Mehr Informationen zur Biologie und Verbreitung des Bibers bietet die Biberfachstelle der Schweiz, eine Beratungs- und Koordinationsstelle für Biberfragen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).