Führungswechsel bei Pro Natura im 2013

Dec 07 13:01 2012 Pro Natura

Nach zwanzig Dienstjahren hat sich Otto Sieber entschlossen, im Sommer 2013 seine Funktion als Pro Natura Zentralsekretär abzugeben und in Pension zu gehen. Unter seiner Führung hat Pro Natura – bis 1997 der Schweizerische Bund für Naturschutz – sich nach innen und aussen erneuert, ihr Profil geschärft und ihre Basis erweitert. Sie ist zum sicheren Wert für den Naturschutz in der Schweiz geworden.

Pro Natura hat in den vergangenen zwanzig Jahren unter Otto Sieber nicht nur ihren Namen geändert. Sie hat ihre Strukturen vereinfacht, die Beziehung zu den 23 kantonalen Sektionen auf eine neue Basis gestellt und sich international neu vernetzt. Sie hat ihr ältestes Standbein, die Schaffung und Pflege von Naturschutzgebieten, ausgebaut. Sie hat den politischen Naturschutz gestärkt, die Umweltbildung erweitert und die Öffentlichkeitsarbeit professionalisiert. Mit ihrer Kampagne «Gründen wir einen neuen Nationalpark!» ab 2000 hat sie neue Pärke von nationaler Bedeutung angestossen und mit der Landschaftsinitiative ab 2007 Bewegung in die Raumplanung gebracht.

«Das Feld ist gut bestellt»
Mit diesem eindrücklichen Leistungsausweis wird Otto Sieber im Sommer 2013 in Pension gehen. «Nach zwanzig Jahren in leitender Funktion ist für mich der richtige Zeitpunkt zum Rücktritt gekommen, und auch Pro Natura wird ein Wechsel frischen Wind bringen», sagt Otto Sieber. «Das Feld ist gut bestellt. Ich kann getrost mit 64 in Pension gehen, auch wenn mir der Abschied schwer fallen wird.» Die Stelle wird in Kürze öffentlich ausgeschrieben.

«Wir sind Otto Sieber dankbar für die langjährige, verantwortungsvolle und professionelle Führung von Pro Natura», sagt Silva Semadeni, die Pro Natura Präsidentin. «Durch die Stärkung und klare Profilierung von Pro Natura hat er auch den Natur- und Landschaftsschutz in der Schweiz zu einem ernst zu nehmenden gesellschaftspolitischen Faktor gemacht.»

Erst der fünfte Zentralsekretär in über 100 Jahren
Otto Sieber ist in der Ostschweiz aufgewachsen. Er studierte in Bern und in den USA Biologie und Psychologie und schloss sein Studium mit einer Dissertation über Uferschwalben ab. Danach wirkte er sieben Jahre als Assistent für Verhaltensforschung an der Universität Bern. 1986 wechselte er in die Koordinationsstelle für Umweltschutz des Kantons Bern. 1993 übernahm er sein heutiges Amt als erst fünfter Pro Natura Zentralsekretär in der 103-jährigen Geschichte der Organisation. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und drei Enkelkinder.