Fahndungsaufruf der Polizei Baden-Württemberg

Jun 08 17:39 2016  

Am 15. Februar 2016 wurde in Stühlingen, Landkreis Waldshut, der 88 Jahre alte Inhaber eines Waffengeschäfts getötet, in seinem Geschäft wurde Feuer gelegt. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass aus dem Bestand des Waffengeschäfts seit dem Sommer 2015 bis Februar vier Schusswaffen fehlen, ihr Verbleib konnte nicht geklärt werden. Aus diesem Grund wendet sich die Sonderkommission mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit.

Da der getötete Geschäftsinhaber auch Kunden aus Jägerkreisen in Deutschland und der nahe liegenden Schweiz hatte, wendet sich die Baden-Württembergische Polizei auch an den SchweizerJäger.

Am 15. Februar 2016 wurde gegen 19.17 Uhr ein Brand im Stühlinger Lindenweg gemeldet. In dem betroffenen Haus, einem unmittelbar neben einem Rewe- und Penny-Markt gelegenen, ehemaligen Fabrikgebäude, befand sich ein kleineres Waffengeschäft. Im Zuge der Brandbekämpfung wurde ein Toter gefunden, der später als der 88 Jahre alte Inhaber dieses Waffengeschäfts identifiziert werden konnte. Das Opfer wurde erschossen. Als Brandursache geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen gestalten sich aufgrund der vorgefundenen Situation nach dem Gebäudebrand aufwändig.

Die bisherigen Ermittlungen der zur Klärung dieses Falles eingerichteten Sonderkommission haben ergeben, dass aus dem Bestand des Waffengeschäfts seit dem Sommer 2015 mehrere Schusswaffen fehlen. Es handelt sich um drei Gewehre und den zivilen, halbautomatischen Nachbau einer  Maschinenpistole. Da der Geschäftsinhaber auch Kunden aus dem benachbarten Ausland hatte, könnten die Waffen auch in die Schweiz gelangt sein.

Die Sonderkommission „Fabrik“ wendet sich mit folgender Frage an die Öffentlichkeit:

Wer kann Angaben zum Verbleib dieser Waffen machen, wo sind sie aufgefallen oder wo wurden sie zum Kauf angeboten?

1.     Selbstladeflinte Mercury Pro Tuning IPS, Kaliber 12, Länge 76,51 cm

2.     KK-Selbstladebüchse CZ 512, Kaliber .22lfb

3.     Selbstladegewehr LuxDefTec HSG 94, Kaliber 9x19 (zivile Kopie der Heckler & Koch MP 5)

4.     Unterhebelrepetierer Winchester Modell 94 Wrangler, Kaliber .44RM

Die nebenstehenden Bilder wurden für Fahndungszwecke von den Firmen Frankonia und Waffen Schumacher zur Verfügung gestellt.

Die Polizei sucht nach diesen Waffen und bittet Zeugen, die Hinweise zum Verbleib dieser Waffen machen können oder denen derartige Waffen zum Kauf angeboten wurden, sich bei der Kriminalpolizei Waldshut-Tiengen (Telefon 0049 7741 8316-218) zu melden.  Ausserdem wurde ein anonymes Hinweistelefon eingerichtet, dieses ist unter der Nummer 07741 8316-222 zu erreichen.

Vielen Dank schon im Voraus für die Unterstützung bei der Aufklärung dieser schweren Straftat.