Eidgenössische Nationalparkkommission neu besetzt

Dec 09 13:42 2015  

Der neue Präsident der Eidgenössischen Nationalparkkommission heisst Franz-Sepp Stulz. Der Bundesrat hat den bisherigen Vizepräsidenten zum Nachfolger von Robert Giacometti gewählt. Ab 2016 ergänzen zudem vier neue Mitglieder den 9-köpfigen Stiftungsrat.

Der 64-jährige Jurist Franz-Sepp Stulz aus dem freiburgischen Tafers folgt auf den einheimischen Robert Giacometti, der aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus dem Gremium ausscheidet. Stulz war bis zu seiner vorgezogenen Pensionierung 2013 beim BAFU tätig, während vielen Jahren als Leiter Natur und Landschaft. In dieser Funktion setzte er sich engagiert für die Umsetzung der schweizerischen Umweltgesetzgebung ein. Unter anderem begleitete er die Planung und Realisierung der neuen Pärkegesetzgebung und – als Teil davon – die Schaffung von regionalen Naturpärken.

Stulz ist seit 2008 Mitglied der Eidgenössischen Nationalparkkommission (ENPK) und unterstützte die Stärkung und Positionierung des Schweizerischen Nationalparks (SNP) als Wildnisgebiet innerhalb der Pärkelandschaft Schweiz. Franz-Sepp Stulz wurde 2012 mit dem Umweltpreis der Schweizerischen Umweltstiftung für sein Lebenswerk geehrt. Er gilt als pragmatischer und umsichtiger Praktiker, dem eine intakte Natur und Landschaft sehr am Herzen liegen.

Nebst einem neuen Präsidenten erhält die ENPK vier weitere neue Mitglieder. Pro Natura, eine der Gründungsorganisationen des SNP, stellt in der Kommission drei Sitze. Diese werden durch die bisherige Rosmarie Eichenberger und die beiden neuen Mitglieder Urs Leugger-Eggimann und Christian Bernasconi vertreten. Leugger-Eggimann ist seit 2013 Zentralsekretär von Pro Natura, Bernasconi ist Leiter des Pro Natura-Zentrums Lucomagno.
Als Vertreter des Kantons wirkt ab 2016 Armon Vital aus Sent. Neue Vertreterin der Parkgemeinden ist die Gemeinderätin Jnes Barblan aus S-chanf. Somit sind in der Kommission wiederum zwei Einheimische vertreten.
 



Die Eidgenössische Nationalparkkommission ist der Stiftungsrat der öffentlich-rechtlichen Stiftung Schweizerischer Nationalpark und wird vom Bundesrat gewählt. Die ENPK besteht aus 9 Mitgliedern: Pro Natura (3), Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (2), Schweizerische Eidgenossenschaft (2), Kanton Graubünden (1), Nationalparkgemeinden (1).
Als strategisches Organ nimmt die ENPK im Auftrag des Staates sämtliche Rechte und Pflichten aus dem Vertragswerk mit den Parkgemeinden wahr. Sie wählt den Direktor und die Bereichsleiter.