Wie problematisch ist Bleimunition?

Feb 24 15:36 2016  

Spannende Referate von Dr. David Jenny (Schweizerische Vogelwarte Sempach) und Michael Koller (Büchsenmachermeister aus Celerina) am Dienstag, 22. März 2016, um 20.00 Uhr in der Aula des Hotel Laudinella in St. Moritz. Der Anlass wird organisiert durch Rolf Sarbach, Präsidente und Hegepräsident vom Bezirk VII des BKPJV.

Blei ist ein giftiges Schwermetall und gelangt über verschiedene Wege in die Umwelt, unter anderem auch über bleihaltige Jagdmunition. Weil Wasservögel durch Bleigeschosse, die in Gewässer gelangen, vergiftet werden können, gilt seit 2014 ein Verbot bleihaltiger Munition für die Wasservogeljagd. Auch bei Greifvögeln, insbesondere bei Steinadlern und Bartgeiern, treten immer wieder Fälle von Bleivergiftungen auf. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach und das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden gingen der Frage nach, inwiefern derartige Bleivergiftungen auf die Jagdmunition zurückgehen. In einer umfassenden Studie mit zahlreichen Partnern wurde schliesslich aufgezeigt, auf welchem Weg das giftige Blei aus den Jagdgeschossen in die Greifvögel gelangen kann. David Jenny stellt die Ergebnisse dieser Studie vor und beurteilt die Problematik des Jagdbleis aus Sicht der Vögel.

Der Bündner Jäger/die Bündner Jägerin steht heute vor der Entscheidung, ob er/sie bleihaltige oder bleifreie Munition verwenden soll. Dabei spielt neben ökologischen Überlegungen auch die Frage nach der Leistungsfähigkeit der angebotenen bleifreien Geschosse eine wichtige Rolle. Büchsenmachermeister Michael Koller hat bei der Entwicklung bleifreier Munition Pionierarbeit geleistet. In einem zweiten Teil der Veranstaltung stellt er die Vor- und Nachteile der aktuell angebotenen Munitionstypen vor.

Im Anschluss stehen die Referenten für Fragen und für eine Diskussion zur Verfügung.