125 Jahre ZEISS Fotoobjektive mit der Zukunft im Fokus

ZEISS Otus SLR-Objektive - neue Standards in der Bildqualität
Mar 30 11:32 2015 Zeiss

ZEISS stellt seit mehr als einem Jahrhundert Fotoobjektive her – und die Tradition wichtiger Innovationen wird bis heute fortgeführt. Zum Beispiel setzen die aktuellen ZEISS Otus SLR-Objektive neue Standards in der Bildqualität. Die ersten Vorgänger verließen am 21. März 1890 die Fertigung in Jena.

„Fotoobjektive sind für uns seit über 100 Jahren ein sehr wichtiger Geschäftszweig“, erklärt Dr. Michael Kaschke, Vorsitzender des Konzernvorstands von ZEISS. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Kameras mit unseren Linsen bereits auf dem Mond waren und von zahlreichen berühmten Fotografen verwendet werden. Diese Tradition ist für uns Verpflichtung, weiterhin höchste Qualität zu bieten und bahnbrechende neue Technologien zu entwickeln.“

Die Anfänge der ZEISS Fotoobjektive
ZEISS wurde 1846 in Jena als Werkstatt für Feinmechanik und Optik gegründet. Bis zum Tode des Firmengründers Carl Zeiss im Jahre 1888 stellte das Unternehmen fast ausschließlich Mikroskope her. Ab diesem Zeitpunkt begann Ernst Abbe, der für viele herausragende Entwicklungen zu Beginn der Firmengeschichte sorgte, mit der Erweiterung der Produktpalette und ergänzte als neuen Geschäftszweig Fotoobjektive. Diese bestanden aus Glasarten mit deutlich besseren optischen Eigenschaften, die Otto Schott in den 1880er-Jahren erstmals herstellte.

Die wichtigsten fotografischen Verfahren waren zwar bereits seit etwa 50 Jahren erfunden, eine breite Anwendung erfuhren sie jedoch erst in dieser Zeit. ZEISS entwickelte neuartige Fotoobjektive, die lichtstärker als die zuvor bekannten Modelle waren. So schuf der für ZEISS tätige Wissenschaftler Dr. Paul Rudolph das ab 1890 produzierte Fotoobjektiv Anastigmat, das 1900 in Protar umbenannt wurde. Das grundlegende optische Design von einigen seiner Entwicklungen wie die ZEISS Planar und ZEISS Tessar Objektive finden sich in aktuellen Objektiven noch immer. Letztere befinden sich zum Beispiel in vielen Sony-Kameras oder Microsoft-Mobiltelefonen, da sie eine hohe Schärfeleistung auf kleinstem Raum bieten. So nutzen heute Millionen Menschen weltweit die Nachfolger der vor 125 Jahren erstmals hergestellten Fotoobjektive von ZEISS.

Weitere wichtige Entwicklungen
1935 ermöglichte ZEISS erstmals brillante Fotos durch eine Anti-Reflex-Beschichtung, die heute mit dem Symbol T* gekennzeichnet wird. Diese Oberflächenbeschichtung reduziert störende Reflektionen und Streulicht. Schon acht Jahre später entwickelte ZEISS einen Prozess zur Messung der Bildqualität von Objektiven mittels MTF-Kurven (Modulation Transfer Function), den heute zahlreiche Hersteller einsetzen. Die Einführung von CAD (Computer Aided Design) bei der Entwicklung von Objektiven im Jahr 1961 ermöglichte weitaus komplexere Konstruktionen als bei einem manuellen Design.

Einen Höhepunkt in der Geschichte stellte der 20. Juli 1969 dar: die erste Mondlandung. Neil Armstrong und Buzz Aldrin fotografierten mit Hilfe einer Hasselblad 500EL mit ZEISS Biogon Objektiv die ersten Bilder auf der Oberfläche des Erdtrabanten. Da herkömmliche Serien-Objektive auf dem Mond nicht oder nur unzureichend funktionieren, wurde es speziell für diese Mission entwickelt. Das „Mond-Objektiv“ besaß andere Schmiermittel und keine Leder- oder Kunststoffteile. Die Fassungen hatten Druckausgleichsbohrungen und für die Handhabung mit Handschuhen waren die Bedienelemente verändert.

„ZEISS hat nicht nur Fotografie-Geschichte geschrieben, sondern überzeugt bis heute durch erstklassige technologische Entwicklungen“, sagt Dr. Winfried Scherle, Leiter des Unternehmensbereichs Consumer Optics bei ZEISS. „So erfüllen die 2013 erstmals vorgestellten ZEISS Otus SLR-Objektive selbst die höchsten Anforderungen von Profi-Fotografen.“ Optisch heben sie sich durch die sehr hohe Bildqualität hervor, sogar mit offener Blende. Sie gewährleisten ein neutrales Bokeh im Hintergrund, hoch detaillierte Bilder ohne störende Artefakte, hohe Auflösung über das gesamte Bildfeld, keine Farbsäume oder Verzerrungen sowie einen extrem hohen Bildkontrast bis zum Rand. Die Abbildungsleistung bleibt dabei über alle Aufnahmedistanzen vollständig konsistent.